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Artikel von Tamara Eder, Grassau - 14. April 2010
Neues Klettergerüst und Spielhaus für die Kindergartenkinder
Spielplatzgeräte Maier spendete Klettergerüst - Gemeinde Grassau ein Spielhaus
Grassau (tb) – Mit der Spende eines Klettergerüst im Gesamtwert von rund 4000 Euro konnte die Firma Spielplatzgeräte Maier aus Traunreut den Kindern des Kindergarten Sankt Irmingard einen großen Wunsch erfüllen. Ebenso groß war dann auch die Feier zur offiziellen Einweihung des Klettergerüsts. Zudem stiftete die Gemeinde Grassau ein Spielhaus im Wert von 1600 Euro. Zur Feier kamen nicht nur eine Delegation der Firma, sondern auch Bürgermeister Rudi Jantke mit Sachgebietsleiter Walter Feigl, Pfarrer Andreas Horn und viele Eltern, die die neuen Errungenschaften gemeinsam mit ihren Kindern feiern wollten.

Vor zwölf Jahren wurden der Kindergarten Stankt Irmingard gebaut und schon damals, so informierte Kindergartenleiterin Irmi Klauser, lag der Gemeinde der Aufbau eines integrativen Kindergartens am Herzen, in dem die Chancengleichheit aller Kinder und individuelle Förderung entsprechend ihrer Fähigkeiten gewährleistet wird. Wie sie berichtete, entstand neben zwei Regelgruppen auch eine integrative Gruppe mit 15 Kindern, darunter fünf mit erhöhtem Förderbedarf, die von drei Erzieherinnen betreut werden. Seit zwei Jahren verfüge der Kindergarten nun auch über eine Kinderkrippe mit zwölf Kindern. Die Gemeinde habe für diese Einrichtungen tief in die Tasche greifen müssen, betonte sie. Sie dankte der Gemeinde für das stets offene Ohr, wenn der Kindergarten etwas benötige. Besonders freue es aber die Kinder, dass der schöne Garten nun durch ein Spielhaus ergänzt werden konnte, das die Gemeinde für den Nachwuchs angeschafft habe.

Ein großer Wunsch der Kinder war vor allem ein Klettergerüst. Doch aus dem normalen Kindergartenbudget wäre dieses nicht zu finanzieren gewesen, so Irmi Klauser. Umso glücklicher sei nun der Kindergarten, dass die Firma Spielplatzgeräte Maier dieses Multifunktionsklettergerüst gestiftet habe. Sie dankte der Firma für das soziale Engagement.

Auch Bürgermeister Rudi Jantke griff das Konzept des Kindergartens auf und erinnerte an die einhellige Entscheidung des Gemeinderats 1997 für den integrativen Kindergarten. Man habe es als Bereicherung angesehen, auch Kinder, die „nicht immer unserer fragwürdigen Norm“ entsprechen, hier zu betreuen. Erstaunlich sei, so Jantke, dass gerade in dieser Zeit, in der Kommunen weniger Geld für zusätzliche Einrichtungen und Spielgerät bleibt, eine Firma ein solches Spielgerät spendiert. Die Verbindung mit der Firma wurde von Walter Feigl, Sachgebietsleiter Bauhof der Gemeinde, hergestellt, erklärte Jantke. Auch Pfarrer Andreas Horn, dankte im Namen des kirchlichen Trägers der Firma für die großzügige Spende.

Statt Weihnachtsgeschenke und nun auch als nachträgliches Ostergeschenk wollte man ein großes Einzelgeschenk überreichen, erklärte Susanne Paulitsch, Vertreterin der Firma Maier. Besonders wichtig sei dabei gewesen, wem dieses Geschenk unter dem Baum gelegt werde und man habe bewusst einen integrativen Kindergarten gewählt. Schließlich entspreche dies auch der Firmenphilosophie, die Menschen mit Handicap auf dem ersten Arbeitsmarkt in Lohn und Brot stellt. In sämtlichen Abteilungen arbeiten im Traunreuter Unternehmen alle – ob mit oder ohne Handicap – gleichberechtigt Hand in Hand. In der Firma Spielplatzgeräte Maier gemeinnützige GmbH haben 45 Prozent der Beschäftigten ein Handicap. „Jeder ist anders und jeder kann eine Bereicherung darstellen“, betonte sie. Die Firma freue sich, dass dieses Spielgerät so gut angenommen werde. Mit Montage und Lieferung kostet das Klettergerüst rund 4000 Euro.

Auf diesen Festtag bereiteten sich die Kinder nicht nur musikalisch und tänzerisch vor, wie eindrucksvoll demonstriert wurde, sondern auch künstlerisch, denn jedes Kind malte das Klettergerüst. Nunmehr galt es die schönsten Gemälde auszuwählen, kein leichtes Unterfangen für die Vertreter der Firma, für Pfarrer Horn und Bürgermeister Jantke. Nach wenigen Minuten standen die Preisträger fest. Für die Erst-, Zweit und Drittplatzierten jeder Gruppe gab es Gutscheine für den Hochseilgarten, den Märchenpark Marquartstein und Eis. Doch auch die anderen Kinder gingen nicht leer aus und durften sich aus den schönen Geschenken, spendiert von der Volksbank-Raiffeisenbank Grassau etwas aussuchen.
Am großen Buffet konnten sich abschließend Kinder, Eltern und Gäste stärken. Doch der eigentliche Höhepunkt war dann, trotz Regen, die Eroberung des Klettergerüsts und das Verstecken im neuen Spielhäuschen.
